Zum dritten WM-Lauf der Saison 2016 gemeldet: Armin Kremer, Start WP1 Freitag, 04.03. ab 03:10 Uhr (MEZ). Große Herausforderung: 80 km WP am Sonntag. 

Leon/Schwerin (pb): Es ist erneut ein kleines, aber feines Starterfeld, das die Rallye Mexiko in Leon in Angriff nimmt. Zwölf von ihnen sitzen in einem World Rally Car. Für Spannung wird erneut die WRC2 (12 Teams), kurzfristig hat hier auch der Mecklenburger Armin Kremer (Severin; Skoda Fabia R5) gemeldet. Nach seinem hervorragenden Monte-Ergebnis (2. WRC2, 10. Gesamt), stand ein zusätzlicher WM-Lauf in Übersee auf der Wunschliste des Severiners. Geplant waren eigentlich sieben europäische WM-Läufe in der Saison 2016. Das Team um Raimund Baumschlager entschied in Abstimmung mit Kremer sich für die Rally Guanajuato Mexico (03. bis 06.03.2016).

Armin Kremer/Primin Winklhofer, Skoda Fabia R5. Foto: AK Rallying

Armin Kremer/Primin Winklhofer, Skoda Fabia R5. Foto: AK Rallying

Für Teamchef Raimund Baumschlager eine große Herausforderung, dazu der Österreicher: „Als Armin mir in Monte Carlo von seiner Idee erzählte brauchte ich ein paar Minuten um es wirklich zu begreifen, schließlich ist Mexiko nicht gerade um die Ecke. Aber wir waren uns schnell einig, dass wir das zusammen umsetzen werden“, so Baumschlager. „An seiner Entscheidung in Mexiko zu starten sieht man wie sehr er für diesen Sport brennt und wie clever er ist. Nachdem klar war, dass das Skoda-Werksteam und auch M-Sport mit Monte-Sieger Elfyn Evans nach ihrer Teilnahme in Schweden auf einen Start in Mexiko verzichten, ist diese Taktik genau richtig. Vor allem, wenn man wie Armin zu den Mitfavoriten um den Weltmeister-Titel in der WRC2 zählt.“

Für Armin Kremer ist Mexiko kein Neuland. Im Jahr 2013 war der Ex-Europameister schon einmal beim mexikanischen WM-Lauf am Start. In einem Subaru Impreza mit Co-Pilot Klaus Wicha an der Seite wurde er nach einer schwierigen Rallye mit Klassenplatz 4 und Rang 17 in der Gesamtwertung geführt.

„Ich muss zugeben, dass ich nach dem gelungenen Saisonauftakt gerade bei der extremen Wettbewerbsdichte Lunte gerochen habe. Mexiko ist ein tolles Land und die Rallye eine ganz besondere Herausforderung. Aber genau das mag ich und hoffe ähnlich wie bei der Rallye Monte Carlo auch dort ganz vorne mitfahren zu können“, so Kremer zum kurzfristigen Mexiko-Start

Im diesem WM-Lauf in Mittelamerika trifft Kremer auf die WRC2-Mitstreiter Nasser Al-Attiyah (Ford Fiesta R5), Konkurrent Nicolas Fuchs (Peru) aus der APRC-Serie 2004, oder Teemu Suninen (Finnland; beide Skoda Fabia R5), der zum ersten Mal in die WRC2 eingeschrieben ist.

Insgesamt stehen 402 Wertungskilometer und 22 Prüfungen auf dem Programm der Rallye Mexiko. Der spektakuläre Auftakt findet wiederum in der weltberühmten Silberstadt Guanajuato, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, statt. Hier sind 1,08 km in unterirdischen Bergwerkschächten zu absolvieren. Highlight ist eine neue 80 Kilometer lange Wertungsprüfung am Sonntag, da muss Co-Pilot Pirmin Winklhofer (Passau) rund eine Stunde ununterbrochen seine Streckenansage aufsagen. Hier erwartet die Teilnehmer eine ganz andere Welt: Die von Sträuchern und Kakteen umsäumten Schotterwege in den dünn besiedelten Sierra de Lobos und Sierra de Guanajuato. Dazu geht es auch noch in dünne Höhenluft auf über 2.500 Metern, enorme Anforderung an Mensch und Maschine.