Die Schaeffler Gruppe ist ein weltweit führender integrierter Automobil- und Industriezulieferer.

Berlin (pb): Das Unternehmen Schaeffler steht für höchste Qualität, herausragende Technologie und ausgeprägte Innovationskraft. Mit Präzisionskomponenten und Systemen in Motor, Getriebe und Fahrwerk
sowie Wälz- und Gleitlagerlösungen für eine Vielzahl von Industrieanwendungen leistet die Schaeffler Gruppe einen entscheidenden Beitrag für die „Mobilität für morgen“. Im Jahr 2015 erwirtschaftete das Technologieunternehmen einen Umsatz von rund 13,2 Mrd. Euro. Mit rund 84.000 Mitarbeitern ist Schaeffler eines der weltweit größten Familienunternehmen und verfügt mit rund 170 Standorten in 50 Ländern über ein weltweites Netz aus Produktionsstandorten, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen und Vertriebsgesellschaften.

Schaeffler expandiert im Bereich Elektromobilität
Energieeffizienz, Umweltfreundlichkeit und eine damit einhergehende stark wachsende Zahl von Hybrid- und Elektrofahrzeugen – die Automobilindustrie steht vor dem Schritt in eine neue Epoche. Schaeffler wird diese richtungsweisenden Entwicklungen mit zukunftsweisenden Technologien begleiten. Vor diesem Hintergrund verdoppelt das Unternehmen seine globalen Kapazitäten im Bereich Elektromobilität. Insgesamt wird die Mannschaftsstärke, die sich mit dem Thema Elektromobilität und Mechatronik beschäftigt, in den nächsten fünf Jahren auf 2.400 Mitarbeiter ansteigen.
„Bereits 2011 hat Schaeffler das Systemhaus eMobilität ins Leben gerufen, um sich systematisch gebündelt dem Thema Elektromobilität zu stellen“, sagt Prof. Peter Gutzmer, Technologie-Vorstand bei Schaeffler.

Prof Peter Gutzmer, Technologievorstand

Prof Peter Gutzmer, Technologievorstand. Foto: P. Bohne

„Nur fünf Jahre später blicken wir auf ein breites Produktportfolio mit erfolgreichen Produktanläufen.“
Getrieben durch die Forschung und Entwicklung sind unter der Organisationsstruktur des Systemhauses eMobilität in kurzer Zeit serienreife Technologien entstanden. Erfolgreiche Produkte wie Hybridmodule oder elektrische Achsen mündeten in eigenen Produktlinien – jeweils mit einem Aufbau von umfangreichem Personal und hohem Investment. Um die positiven Entwicklungen und Erfolge in einem dynamischen Markt konsequent weiter zu treiben, hat Schaeffler seine Strukturen entsprechend angepasst.

Neuorganisation des Geschäftsbereichs Hybridantriebe
Im April 2016 wurde der neu strukturierte Geschäftsbereich Hybridantriebe gebildet. Der Bereich setzt sich zukünftig aus den Produktlinien „Elektrische Achse“, „Hybridmodule“ und „CVT“ zusammen und wird bis zum Ende des Jahres über 300 Mitarbeiter beschäftigen. Die bewährte Produktlinienorganisation stellt die optimale Zusammenarbeit zwischen Entwicklung, Einkauf und Produktion sicher. Unterstützt werden die einzelnen Produktlinien durch einen zentralen Forschungs- und Entwicklungsbereich in der Division Automotive, der sich umfassend mit Simulation und Versuch von verschiedenen Antriebstopologien im Fahrzeug beschäftigt – so auch mit allen Disziplinen zu dessen Elektrifizierung. Der Bereich besteht aus einem weltweiten Netzwerk mit dem Fokus auf Deutschland, China und USA. Alle Projekte, auch die Serienanläufe der Bereiche „Elektrische Achse“ und „Hybridmodule“, werden übergreifend international und gemeinsam bearbeitet.

Formel E: Schaufenster und Entwicklungslabor für die Elektromobilität
Die FiA Formel e begann 2014 als weltweit erste Rennserie für Elektrofahrzeuge Geschichte zu schreiben. In der ersten Saison 2014/15 hatten die Teams noch auf Einheitsautos zurückzugreifen. Für die Saison 2015/16 erlaubt das Reglement die Entwicklung eines eigenen Antriebsstrangs und führt somit dazu, dass sich verschiedene technische Konzepte miteinander messen.
Unterschiede bestehen in puncto Elektromaschine –
inklusive Leistungselektronik, Getriebe, Hinterachse,
Kühlsystem und der dazugehörigen Software. Damit ist die Formel E zu einem wichtigen Testfeld für die Entwicklung fortschrittlicher Automobil-Antriebstechnologien geworden – auch beiSchaeffler.
Als exklusiver Technologiepartner entwickelte
Schaeffler zusammen mit dem Team – das unter dem Namen ABT Schaeffler Audi Sport firmiert – den Antriebsstrang. Damit bildet die Formel E einen wertvollen Baustein im umfangreichen Mosaik des Motorsport- und Entwicklungsengagements von Schaeffler und liefert wichtige Erkenntnisse für
Schaeffler-Technologien bei Hybrid- und reinen Elektrofahrzeugen.
Prof. Peter Gutzmer, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes und Vorstand Technologie bei Schaeffler, erklärt:
„Das Engagement in der Formel E hilft uns, das Umfeld und die Systeme im Bereich der Elektromobilität besser zu verstehen. Gleichzeitig baut Schaeffler so auch seine Stellung als Entwicklungspartner und Systemlieferant weiter aus.
Herzstück des neuen Stromboliden ist der Elektromotor mit der Bezeichnung ABT Schaeffler MGU 01. Bei der Entwicklung des Triebwerks fokussierten sich die Techniker auf bestmögliche Effizienz, ein hohes Drehmoment sowie optimale thermische Charakteristik und ein möglichst niedriges Gewicht.
Für den ABT Schaeffler FE01 entwickelten ABT und Schaeffler zudem ein hocheffizientes Getriebe. Produziert wurde es – nach Schaeffler-Vorgaben – vom Renngetriebe-Spezialisten Hewland. Das Getriebe ist zudem steifer, kompakter und leichter. Selbstverständlich kommen auch hier Hochleistungs-Wälzlager von Schaeffler zum Einsatz.
Bei Elektroantrieben stellt sich grundsätzlich die Frage, wie viele Übersetzungsstufen die optimale Wahl darstellen. In der Formel E sind die Teams laut Reglement dazu verpflichtet, mit einer vor Saisonbeginn festgelegten Zahl an Gängen und den gewählten Übersetzungen bei allen Rennen anzutreten. Daher gilt es für die Teams zu Saisonbeginn, eine für alle Rennstrecken passende Lösung zu finden. Schaeffler hat sich für drei Gangstufen entschieden. Das ermöglicht den Einsatz eines kompakten und leichten Elektromotors. Zudem ist so ein hoher Wirkungsgrad beim Betrieb in günstigen Drehzahlbereichen geboten. Gleichzeitig gelang der Kompromiss, die Zahl der Schaltvorgänge pro Runde möglichst minimal zu halten, während die Momente möglichst maximal unter der Berücksichtigung der vom Reglement vorgeschriebenen Höchstleistung ausfallen.

Abt-/Schaeffler Boxen, Vorbereitung. Foto: P. Bohne

Abt-/Schaeffler Boxen, Vorbereitung. Foto: P. Bohne

Projekt „Abt Schaeffler FE01″ erfolgreich

Abt-Schaeffler FEo1, Foto: Schaeffler

Abt-Schaeffler FEo1, Foto: Schaeffler

Mit den Fahrern Lucas di Grassi (BR) und Daniel Abt (D) startete das Audi/Schaeffler-Team beim 8. Saisonrennen 2015/16 heute in der Bundeshauptstadt Berlin.
Streckenlänge: 1.927 Meter City, Karl-Marx-Allee und Strausberger Platz, Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h. Sieger: Sebastien Buemi (CH) Renault e.Dams vor Daniel Abt (D) und Lucas di Grassi (BR), beide ABT Schaeffler Audi Sport. Platz 7 Nick Heidfeld (D) Mahindra Racing FE Team.