Zu seinem 15. Start zur Rallye ‚Deutschland‘ ist der Severiner Armin Kremer bestens vorbereitet. Das SKODA-Team Kremer/Winklhofer gewann den DRM-Gaststart  Wartburgrallye in Eisenach und will nun im Heim WM-Lauf ab kommenden Freitag punkten.

WP 1 Cosmodrom, Kremer/Winklhofer; Foto: P. Bohne

WP 1 Cosmodrom, Kremer/Winklhofer; Foto: P. Bohne

Severin/Schwerin (pb):  Eine echte Herausforderung für Armin Kremer. Während sich die Werks- und werksunterstützte Konkurrenz in der WRC2-Gruppe nach den bisherigen WM-Saisonläufen einmal mehr intensiv und mit Testfahrten vor Ort vorbereitete, musste sich Kremer mit einem Testlauf in Eisenach begnügen – mit vielbeachtetem Sieg!  Diesen Testlauf im Rahmen der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) in Eisenach als Vorbereitung für den WM-Lauf  Rallye Deutschland (Trier, 18. – 21. August) gewannen Armin Kremer und sein Passauer Co-Pilot Pirmin Winklhofer eindrucksvoll (siehe autoreport-pb). Die Vorbereitung  auf den anspruchsvollen Streckenmix gelang also, verschiedene Fahrwerksabstimmungen des Skoda Fabia R5 auf Hinblick der „Deutschland“ konnten getestet werden. Dort gilt es in den drei Tagesetappen selektive Asphaltprüfungen in den Mosel-Weinbergen, raue Betonpisten auf dem Militärübungsgelände Baumholder mit der berühmt-berüchtigten ‚Panzerplatte‘, sowie den schnellen Landstraßen in Rheinland-Pfalz und dem nördlichen Saarland im Rallyetempo zu bewältigen.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         In der heiß umkämpften WRC2-Gruppe (23 Starter) peilt das Skoda-Team Kremer/Winklhofer  erneut das Podium an und setzt dabei auf Erfahrung. Im Vorjahr lag das Team nach vier WP auf Platz 1 der WRC2, doch nach dem Regrupping streikte das Turbo-Triebwerk des Fabia R5.                                                                                                                                                                     Kremer  weiß er um die Tücken des Heim WM-Laufes, andererseits kennt kaum einer die WM-Strecken im Südwesten Deutschlands besser als der Routinier aus Severin. Zum bereits 15. Mal steht Armin Kremer bei der Rallye Deutschland am Start. Gleich bei seinem ersten Auftritt 1992 landete der damals 23-jährige Nachwuchsfahrer im seriennahen Peugeot 205 GTI auf Gesamtrang 30. Im Jahr 1999 feierte Kremer im Subaru Impreza WRC einen viel beachteten Gesamtsieg und durfte als bisher letzter Deutscher beim Heimspiel vom obersten Podiumsplatz Champagner verspritzen. Ein Vergnügen, dass das SKODA-Team  Kremer/ Winklhofer nach dem erfolgreichen Test-Start im Vorfeld des WM-Laufes und Rang zwei beim WM-Saisonauftakt in Monte Carlo allzu gerne wiederholen würden.
Armin Kremer: „Ich freue mich riesig auf unser Heimspiel. Vor allem, weil auch wir uns erstmals in dieser Saison intensiv vorbereiten konnten. Der Test unter Wettbewerbsbedingungen war enorm wichtig,

Teamchef Raimund Baumschlager (Mitte) im Gespräch mit Armin Kremer (re.) und Primin Winklhofer (li). Foto: P. Bohne

Teamchef Raimund Baumschlager (Mitte) im Gespräch mit Armin Kremer (re.) und Primin Winklhofer (li). Foto: P. Bohne

gerade nach unserem heftigen Unfall bei der Rallye Polen. Entscheidend ist nicht nur, sich an die unterschiedlichen Bedingungen zu gewöhnen, sondern auch die Sinne für die Automatismen im Cockpit zu schärfen – gerade bei Asphaltrallyes. Denn nicht nur die Bremspunkte sind völlig andere, auch der sogenannte Grip, also die Haftung der Reifen, unterscheidet sich enorm von jenem auf losem Untergrund. Und bei nassen Pisten ist zusätzlich das richtige Bauchgefühl gefragt. Keine Frage, die Rallye Deutschland ist alles andere als ein Zuckerschlecken – auch und vor allem wegen der großen Konkurrenz die uns in der WRC2 erwartet. Wir werden uns sicher ganz schön strecken müssen, aber ich mag solche Herausforderungen. Unser Ziel ist klar, wir wollen auf dem WRC2-Podium stehen – je höher je besser“.

WM-Lauf Polen, Sprung WM-Lauf Polen, Sprung Sebastian Ogier, VW Polo R WRC; Foto: Peter Bohne

WM-Lauf Polen, Sprung WM-Lauf Polen, Sprung Sebastian Ogier, VW Polo R WRC; Foto: Peter Bohne

Nachdem in den Jahren 2013 und 2014 das VW-Team den Sieg teils auf dramatische Art und Weise verpasste, gelang 2015 ein Dreifachtriumph. Ogier vor Latvala und Mikkelsen. Beim diesjährigen Heimspiel rund um Trier wird das 50-jährige Jubiläum von Volkswagen Motorsport gefeiert. Einen Querschnitt durch die Historie der Marke bekommen die Zuschauer nicht nur mit der Ausstellung im Service-Park zu sehen. Zum Jubiläum gibt es auch Demo-Fahrten mit historischen Rallye-Autos auf der Panzerplatte Baumholder.                                                                                                                                                                                                      Thierry Neuville/Nicolas Gilsoul (BEL/BEL; Hyundai i20 WRC) gewannen 2014 die Rallye Deutschland und wollen den  VW`s starke Konkurrenz bieten.  Unterstützung finden sie durch den Zweitplatzierte von 2014, Dani Sordo (Spanien) und das dritte Hyundai-Team Paddon (Neuseeland).                                                    Der ADAC Opel Rallye Cup startet zum vierten Mal bei der ADAC Rallye Deutschland. Europas Top-Markenpokal trägt beim deutschen WM-Gastspiel zwei Wertungsläufe am Freitag und Sonnabend  aus.

Rallye Deutschland  9. von 14 Rallye-WM-Läufen über 1209,69 Gesamtkilometer mit 18 Wertungs-Prüfungen über 306,80 WP-Kilometer, Start und Ziel in Trier, 88 Starter, davon 11 in der WRC und 23 in der WRC2.