Skoda-Team Kremer/Winklhofer rutscht auf Verbindungsetappe von der Straße, früher Ausfall nach WP 6. Nach starker WM-Saison denkt Kremer über Fortsetzung seiner Rallyekarriere nach. Sieg für Sebastien Ogier, der damit seinen 4. WM-Titel in Folge für VW Motorsport erringt.

4. WM-Titel in Folge: Ogier/Ingrassia, VW Polo R WRC; Foto: P. Bohne

4. WM-Titel in Folge:

Salou/Spanien (pb): Der Auftakt zum WM-Lauf Spanien erfolgte am Donnerstagabend in Barcelona, Rundkurs über 3,2 Kilometer im strömenden Regen. Kremer fuhr beachtender Weise im Skada Fabia R5 (WRC2) die gleiche Zeit wie VW-Driver Jarri-Matti Latvala (Polo R WRC). Nach sechs äußerst schwierigen Wertungsprüfungen dann am Freitag lag das deutsche SKODA-Team auf dem vierten Rang der WRC2. Während zahlreiche Kontrahenten den durch Dauerregen aufgeweichten und extrem rutschigen Pisten Tribut zollen mussten, fuhren Kremer/Winklhofer taktisch klug und blieben in Schlagdistanz zur WRC2 Spitze. Doch der gelungene Auftritt endete abrupt. Wenige hundert Meter nach einer Reifenwechsel-Zone rutschte das deutsche SKODA-Team auf der Verbindungsetappevon der WP6 zur 7 in einer engen Linkskurve von der Straße und landete in einem fünf Meter tiefen Graben – Rallye beendet. Armin Kremer und Co-Pilot Pirmin Winklhofer wurden zur obligatorischen Kontrolle in ein nahes Krankenhaus gefahren, dass sie aber kurz darauf wieder verlassen konnten. Am Abend wurde zwar noch über einen möglichen Restart diskutiert – Auto weitgehend heil – aber trotz der guten Platzierung und Ausgangssituation entschlossen sich Kremer und Co-Pilot Winklhofer in Abstimmung mit Teamchef Baumschlager auf den möglichen Re-Start zu verzichten.
Armin Kremer „So etwas ist mir auch noch nicht passiert. Ich war mit meinen Gedanken wohl schon auf der nächsten Prüfungen und wurde von der Sonne geblendet – just am Ende einer längeren Geraden. Beim Einlenken in eine Kurve kam ich aufs Bankett und dann ging es auch schon den Abhang hinunter. Nur gut, dass der Unfall für Pirmin und mich glimpflich ausging. Da es mir aber nicht so gut ging, Prellungen etc, hieß es vernünftig zu sein und kein Risiko einzugehen .Ich ärgere mich über mich selbst. Die Chance war groß, die Saison mit einem weiteren Podiumsplatz zu beenden. Schon deshalb werden wir uns bald zusammensetzten und überlegen, ob und wie wir in der kommenden Saison nochmals angreifen.“

Teamchef Raimund Baumschlager: „Was für ein Schreck Freitagabend. Das Wichtigste ist aber, dass alle wohl auf sind. Auf den Restart zu verzichten ist die richtige Entscheidung. Nur wenn man 100% Prozent fit ist, kann man in einem WM-Lauf vorne mitfahren. Ich hätte zu gerne gesehen, wie Armin und Pirmin auf den Asphaltprüfungen nochmals groß auftrumpfen. Mit dem SKODA Fabia R5 und den PIRELLI Reifen hätten sie dazu das optimale Paket gehabt. Unvergessen, wie die Beiden bei der Rallye Deutschland nach der ersten Etappe mit fast einer halbe Minute das WRC2-Feld vor all den Werks- und werksunterstützten Fahrern anführten.“
Mit seinem Sieg im WM-Lauf Spanien erringt Sebastien Ogier seinen vierten WM-Titel in Folge. Der

4. WM-Titel in Folge: Ogier/Ingrassia, VW Polo R WRC; Foto: P. Bohne

4. WM-Titel in Folge: Ogier/Ingrassia, VW Polo R WRC; Foto: P. Bohne

Franzose in Diensten VW-Motorport ging auf den 19 Wertungsprüfungen

Dani Sordo, Platz 2, Hyundai i20 WRC; Foto: P. Bohne

Dani Sordo, Platz 2, Hyundai i20 WRC; Foto: P. Bohne

Thierri Neuville, Platz3 Hyundai i20 WRC; Foto: P. Bohne

Thierri Neuville, Platz3 Hyundai i20 WRC; Foto: P. Bohne

wenig Risiko ein und wurde dafür im Ziel mit Rang 1 vor Dani Sordo (Hyundai i20 WRC +15,6 sec) belohnt. Rang 3 Thierry Neuville (B, Hyundai i20 WRC/+1:15,0). Jari-Matti Latvala (VW Polo R WRC) startete unter 2-Bedingungen neu und erreichte noch Platz 14.Andreas Mikkelsen schied nach Unfall in WP 12 am Freitag aus.

In der WRC2 fuhr Jan Kopecky auf Platz 1, zweiter Titus Tidemand (+15,3 sec), beide Skoda-Werksteam, Fabia R5). Dritter wurde Loubet ( DS3 R5 ), sein Rückstand bereits 10:32,0 min..